2014-08-10 08:24:14

Was passiert, wenn das Office 365- Abonnement ausläuft?

Welche Konsequenzen hat ein auslaufendes Office 365- Abonnement? Es wird ein Lösegeld für die erstellten Dateien fällig! Aus diesem Grund sollte man eine Verlagerung der traditionellen Office-Funktionen auf ein Abo-Modell zweimal überlegen.

Mathias Hein

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Office 365 ist ein Online-Dienst von Microsoft. Daher ist es ist kein Geheimnis, dass Microsoft gerne viele Kunden davon überzeugen würde, ein Abo-Modell für Office statt der auf den PCs installierten traditionellen Version von Office zu nutzen. Dies ist auch die treibende Kraft hinter der restriktiven Lizenzbedingung von Office 2013: Einzelnutzer sollten nach Möglichkeit die On-Demand-Version von Office nutzen. Im Rahmen von monatlich oder jährlich zu bezahlenden Abonnements erhält der Käufer das Recht, die Desktop-Software auf zwei bzw. fünf Geräten zu installieren, sowie zusätzlichen Speicherplatz bei OneDrive, Freiminuten für Skype und Zugriff auf die Office Web Apps.

Zum Zeitpunkt der Markteinführung von Office 365 wirkte das Produkt noch etwas unausgereift: Die klassische Version 1.0 eines Produkts, bei dem die Features und Funktionen noch recht einfach gehalten sind. Microsoft hat natürlich die üblichen Pläne, die Online-Suite zu verbessern und an die Dektop-Version anzupassen. Eventuell wird es auch  in naher Zukunft eine iPad-Version geben.

Dies alles klingt für den Nutzer erst einmal himmlisch und Probleme scheint es bei der Nutzung von Office 365 nicht zu geben. Genau hier liegt der Irrtum. Die Folgen einer Verwendung von Office 365 sollten allerdings genau überdacht werden. Bei Office 365 befindet sich die Anwendung komplett in der Cloud (d.h. auf den Microsoft-Servern), während die vom Nutzer erstellten Dateien lokal gespeichert werden. So weit ist noch alles in Ordnung. Doch ohne ein aktives Office 365 Abonnement sind die vom Anwender angelegten Dateien vollkommen nutzlos.

Insbesondere sollten man sich der Konsequenzen eines ablaufenden Abonnements bewusst sein. Einer meiner Freunde fand heraus, dass seine Daten nicht verschwunden waren, als sein Abonnement endete. Er konnte die von ihm erstellten Dateien noch ansehen, aber nicht mehr bearbeiten. Er konnte seine Dateien in Word und Excel zu öffnen, konnte diese jedoch zu seinem eigenen Erstaunen nicht in irgendeiner Weise zu bearbeiten. Versuchte er die Office-Anwendungen zu starten, erhielt er die Benachrichtigung, dass sein Office 365 Abonnement abgelaufen sei und er wurde gebeten, dieses zu erneuern.

Auch gestand Microsoft Mitte 2011 öffentlich ein, aufgrund des Patriot Acts und trotz des Safe Harbour-Abkommens den US-Geheimdiensten einen Zugriff auf innerhalb der Europäischen Union gesicherte Daten gewährt zu haben. Im Dezember 2011 hat Microsoft in einer Pressekonferenz zum Thema Datenschutz in der Cloud zu einer konsequenten Einhaltung europäischer und nationaler Datenschutzrichtlinien verpflichtet.

Diese Aspekte müssen Unternehmen bei der Entscheidung für die richtige Office-Variante berücksichtigt. Ich bin mir sicher, dass Microsoft in seiner Endbenutzer-Lizenzvereinbarung irgendwo konkrete Angaben zu den Konsequenzen der jeweiligen Nutzung macht. Aber wer liest wirklich eine komplette Endbenutzer-Lizenzvereinbarung?

Fazit

Vor Überraschungen bei der Nutzung von Microsoft-Produkten ist man nie gefeit. Unternehmen sollten daher prüfen, ob die Online-Version von Office das richtige Produkt darstellt oder ob die traditionelle Office-Installation auf dem PC das optimale Konzept für das betreffende Unternehmen darstellt.