2018-09-12 07:56:34

Vereinfachen wir die UCC-Kosten

Die ITK-Budgets steigen auch im kommenden Jahr an. Die Gründe hierfür sind darin zu suchen, dass UCC auch weiterhin einen Mehrwert für die Unternehmen verspricht.

Die Veränderung ist die einzige Konstante im Unified Communications and Collaboration (UCC) Markt. Ob es um die Integration neuer Anwendungen, den Wechsel in die Cloud, die Erweiterung der Contact Center oder das Hinzufügen neuer Anwendungen geht, die IT-Leiter passen ihre UCC-Strategie regelmäßig an die neuesten Anforderungen an.

Diese Veränderungen sorgen dafür, dass die UCC-Budgets stabil bleiben bzw. noch wachsen. In der neuesten Unified Communications and Collaboration Total Cost of Ownership Studie von Nemertes wurde festgestellt, dass 46,2 Prozent der Unternehmen ihre IT-Budgets um durchschnittlich 18 Prozent erhöhen. Zum Vergleich: Nur 6 Prozent (durchschnittlich 22 Prozent) reduzieren ihre Budgets. Große Unternehmen (2.501-10.000 Beschäftigte) erhöhen die Ausgaben am ehesten, während kleine Unternehmen (weniger als 250 Beschäftigte) am wenigsten wahrscheinlich sind.

Da UCC weiter wächst und sich auf Mitarbeiter, Kunden und Prozesse auswirkt, haben die Finanzchefs ihre Bemühungen zur Bewertung der Betriebskosten überarbeitet, während die IT-Leiter über einen Wechsel der Architekturen, einen Providerwechsel oder neue Integrationsvarianten nachdenken.

Trends im Bereich der Ausgaben

Was sind die neuesten Trends bei den UCC-Kosten? Nemertes hat 653 Unternehmen in 12 Ländern befragt und Daten aus dem Bereich der Kosten, der treibenden Kräfte, der Architekturen und der zugehörigen Daten gesammelt.

Die vielleicht bedeutendste Entscheidung, mit der sich IT-Führungskräfte konfrontiert sehen, betrifft die jeweilige Architektur. In diesem Jahr verfolgt der größte Anteil an Unternehmen eine hybride Architektur (38 Prozent), gefolgt von On-Premises (33 Prozent) und Cloud (29 Prozent). Die meisten Unternehmen mit hybriden Architekturen sind große Firmen, die entweder auf dem Weg zur vollständigen Cloud sind - und erwarten, dass dieser Übergang mehrere Jahre dauern wird - oder die beabsichtigen auch zukünftig auf hybride Lösungen zu bauen. 

Wie die Marktforschung seit vier Jahren zeigt, führt ein Wechsel in die Cloud in der Regel nicht zu Kosteneinsparungen, und IT-Leiter erkennen diese Tatsache langsam an. Der Top-Antreiber in Richtung Cloud ist die verbesserte Agilität. Dieses Jahr wurde zum ersten Mal nicht die "gefühlte Kosteneinsparungen" als oberster Cloud-Treiber genannt. Diese Aussage landete auf Platz 3, nur 33,1 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen gaben diese Antwort (gegenüber 49 Prozent im Vorjahr).

Nur 17,9 Prozent der Unternehmen haben ihre Kosten im ersten Jahr des Cloud-Service gesenkt, während 35,6 Prozent die Kosten sogar erhöhten. In den Folgejahren, als die Integrationen abgeschlossen wurden und Wartungsverträge ausliefen, sanken die Kosten um 27,9 Prozent, während bei 24,1 Prozent der Teilnehmer die Kosten anstiegen.

Der Anstieg der Cloud-Kosten wird durch die monatlichen Lizenzen, die Schulungskosten und die Integration für die Mitarbeiter, erhöhte Netzwerkkosten und die zugekauften Professional-Services verursacht. Die Kostensenkungen sind im Wesentlichen auf die Reduzierung der Instandhaltungskosten und in geringerem Maße auf den Personalabbau zurückzuführen.

Eine weitere Entscheidung, die die verantwortlichen IT-Leiter regelmäßig überprüfen, besteht darin, ob sie eine Single- oder Multi-Vendor-Strategie verfolgen sollen. Die meisten der Teilnehmer an der Umfrage sagten, dass sie eine Single-Vendor-Strategie wegen ihrer Einfachheit bevorzugten. Diese reduziere die Kosten, im Bereich der Integration, der Schulungen und der Zertifizierungen. Diejenigen, die einen einzigen Anbieter eingesetzt haben, gaben 25 bis 41 Prozent weniger für laufende Betriebskosten aus als diejenigen mit mehreren Anbietern.

Die Studie bewertet auch die Betriebskosten. Diese richtet sich in der Regel nach der Anzahl der gekauften Lizenzen. Kleinere Lösungen müssen in der Praxis höhere Kosten pro Lizenz aufwänden. Die durchschnittlichen Betriebskosten umfassen vier Kostenbereiche:

  • komplett On-Premises,
  • Cloud (UCaaS, Shared Server),
  • Hybrid (Kombination von On-Premises und entweder Cloud oder Hosted) und Hosted (Cloud, Single Server).

In den Betriebskosten sind enthalten:

  • IT-Personal
  • Externe Dienstleistungen (Professional-Services)
  • Wartung der Geräte
  • Lizenzen
  • IT-Training
  • Benutzerschulung

Die Berechnung der jeweiligen Cloud-Lizenzkosten ist für Unternehmen recht einfach zu berechnen, aber die meisten IT-Verantwortlichen wissen nicht, welcher Anbieter welche anderen Kosten erhebet. Hierhin liegt auch der große Unterschied zwischen den Anbietern. Aus diesem Grund sollten die derzeitigen Angebote genau geprüft und die Anbieter miteinander verglichen werden.

mat

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