2018-09-03 08:49:19

VMware erweitert Hybrid Cloud-Portfolio

VMware hat kündigt Neuerungen im Hybrid Cloud-Portfolio angekündigt, welches aus Infrastruktur- und Management-Software besteht und Kunden bei der digitalen Transformation unterstützen soll.

In diesem Zuge führt VMware die neue vSphere Platinum Edition ein, um Kundenanwendungen und -infrastrukturen noch sicherer zu machen. Dabei handelt es sich auf der einen Seite um eine neue Version von vSAN, welche den Einstieg in HCI vereinfacht, auf der anderen Seite handelt es sich um neue Updates für die VMware vRealize Cloud Management Plattform (CMP). Kunden wird es dadurch ermöglicht, in jeder Cloud eine entwicklerfreundliche Infrastruktur zu implementieren und für noch sicherere und konsistente Abläufe zu sorgen.

„Die Bedürfnisse und Prioritäten unserer Kunden sind breit gefächert. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, Innovationen voranzutreiben, die eine Grundlage dafür bieten, zukünftige IT-Anforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig versuchen wir eine kritische Verknüpfung zu schaffen, die unseren Kunden hilft, das Beste aus ihren bestehenden IT-Investitionen herauszuholen“, sagt Rajiv Ramaswami, Chief Operating Officer, Products and Cloud Services bei VMware. „Wir investieren weiterhin in eine Rechenzentrums-, Netzwerk-, Storage- und Management-Infrastruktursoftware, auf die sich unsere Kunden verlassen können, um die Anwendungen, Daten, Mitarbeiter und Prozesse, die ihr Unternehmen über Jahrzehnte hinweg beeinflussen und antreiben, sicherer und effizienter zu unterstützen.“

vSphere Platinum bietet integrierte Anwendungssicherheit

Da sowohl Sicherheitsbedrohungen als auch der regulatorische Druck zur Kontrolle von Risiken zunehmen, wechseln Unternehmen von punktuellen Sicherheitstools zu integrierten Infrastrukturlösungen. Um Unternehmen bei der Bewältigung dieser Bedrohungen zu unterstützen, führt VMware die vSphere Platinum Edition ein, die umfassende und intrinsische Sicherheit zum Schutz von Anwendungen, Infrastruktur und Daten bietet und den Zugriff auf die digitalen Grundlagen zulässt. Die neue Version kombiniert die nativen Sicherheitsfunktionen von vSphere mit VMware AppDefense und bietet so erweiterte Funktionen für die Anwendungssicherheit, die vollständig in den Hypervisor integriert sind. Mithilfe von maschinellem Lernen und Verhaltensanalysen wird die neue Lösung vSphere-Administratoren in die Lage versetzen, sicherere Anwendungen und Infrastrukturen bereitzustellen, indem virtuelle Maschinen (VMs) in einem "bekannt guten"-Zustand ausgeführt werden können. Damit wird ein direkter Einblick in die Absichten und das Anwendungsverhalten von VMs sowie eine schnelle und noch präzisere Funktionen zur Erkennung und Reaktion auf Bedrohungen ermöglicht. vSphere-Admins und Sicherheitsteams können auf diese Weise besser zusammenarbeiten und das Unternehmen schützen. Um Kunden vor Ort einen schnellen Einstieg in VMware Cloud on Amazon Web Services (AWS) zu ermöglichen, können Kunden, die mindestens fünf vSphere Platinum Edition-Lizenzen erwerben, auch Credits erhalten, die auf den Service angewendet werden können.

VMware stellt außerdem das vSphere 6.7 Update 1 vor, das neue Funktionen und Verbesserungen bietet, insbesondere den HTML5-basierten vSphere Client, der Administratoren bei der Verwaltung ihrer virtuellen Infrastruktur unterstützt. Zusätzlich wird das vSphere 6.7 Update 1 durch die Einführung von vMotion und Snapshot-Funktionen für NVIDIA Quadro vDWS-basierte VMs eine bessere Unterstützung für intelligente Workloads bieten. Dadurch können Administratoren vGPU-basierte VMs auf andere kompatible Hosts migrieren und gleichzeitig Wartungsarbeiten durchführen, um Unterbrechungen für Endbenutzer und ihre Anwendungen vollständig zu vermeiden.

Erleichterter HCI-Einstieg mit neuem vSAN 6.7 Update 1

VMware führt das vSAN 6.7 Update 1 ein, um Kunden den Einstieg in HCI durch vereinfachte Abläufe, eine effiziente Infrastruktur und schnelle Support-Lösungen zu erleichtern. Das neue Release wird die Wartungszeiten durch integrierte Intelligence-Funktionen verkürzen. Außerdem können Administratoren neue HCI-Cluster schneller denn je aufsetzen, durch die Einführung eines „Quickstart“-Assistenten zur Erstellung und Erweiterung von Clustern, der den Benutzer sicher durch den Bereitstellungsprozess von vSAN- und Non-VSAN-Clustern führt. Das neue Release wird die Effizienz durch automatisierte Rückgewinnung von Kapazität verbessern und den Administratoren dabei unterstützen, den Datenbedarf mit neuen Prognosewerkzeugen zu antizipieren. Mit granularen Diagnosewerkzeugen und historischen Daten verkürzt das vSAN 6.7 Update 1 die für die Problembeseitigung benötigte Zeit, wodurch der Support für HCI-Umgebungen verbessert wird. Darüber hinaus investiert VMware weiterhin in neue Bereiche der HCI-Innovation und stellt damit einhergehend ein neues privates Betaprogramm für vSAN vor. Ziel ist es, Rückmeldungen zu möglichen Wegen der weiteren Vereinfachung des Rechenzentrum-Managements mittels nativer Datensicherung, Dateiservices und Cloud-nativen Storage-Funktionen zu erhalten.

vRealize

VMware stellt neue Versionen seiner umfassenden vRealize Cloud Management-Plattform vor, um Kunden bei der Automatisierung und Standardisierung der operativen Prozesse in Hybrid Cloud-Umgebungen zu unterstützen, die von Entwicklern für die VM- und Container-basierte Anwendungsentwicklung genutzt werden. Die Plattform bietet Unterstützung für die Bewältigung der drei wichtigsten Anwendungsfälle: den eigenständigen Betrieb, die programmierbare Bereitstellung sowie die Ausführung von Anwendungen.   

vRealize Operations 7.0 wird die Selbststeuerungsfunktionen durch die Einführung einer automatisierten, hostbasierten Platzierung, die sich an der Geschäftsabsicht orientiert, erweitern. Diese Funktion erleichtert die Workload-Platzierung sowohl innerhalb als auch zwischen den Clustern und spart Kosten sowie Kapazität bzw. sorgt für eine stabile Leistung.

Zusätzliche neue und erweiterte Funktionen zur vollautomatischen Leistungsoptimierung, Optimierung der Workflows, Kapazitätsplanung, Erweiterung der Benutzeroberfläche und Dashboard-Erstellung in vRealize Operations 7.0 ermöglichen es den Kunden, ihre Rechenzentren und Cloud-Umgebungen selbst zu überwachen und zu verwalten. Diese Version bietet auch eine vollständige Integration von vRealize Operations 7.0 mit der neuen Version vRealize Automation 7.5 für die erstmalige und fortlaufende Platzierung von Workloads über Cluster hinweg, basierend auf betrieblichen und geschäftlichen Absichten (z.B. Nutzung, Compliance, Lizenzkosten).

Mit vRealize Automation 7.5 können Kunden mithilfe eines programmierbaren Ansatzes zur Bereitstellung und Ausführung von Anwendungen eine entwicklerfreundliche Infrastruktur gewährleisten. Mit einer neuen Benutzeroberfläche erweitert vRealize Automation 7.5 mit der Ansible Tower-Integration das Konfigurationsmanagement und bietet über die Pivotal Container Service (PKS)-Integration auch Kubernetes Cluster-Management an. Dank der verbesserten Unterstützung für AWS und Azure kann die IT-Abteilung die Fähigkeiten der Entwicklerteams und die Applikations-Typen besser nutzen.

VMware kündigt im selben Zug auch vRealize Suite 2018 an, um Unternehmen eine verbesserte Agilität, Effizienz und Kontrolle sowohl für traditionelle als auch für Cloud-basierte Anwendungen On- und Off-Premise zu bieten. Der vRealize Lifecycle Manager 2.0 ist in vRealize Suite 2018 integriert und ermöglicht einen DevOps-Ansatz für die Verwaltung des CMP über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Bedienung und Nutzung von Private Clouds wird somit vereinfacht. Weitere neue Funktionen sind das Zertifikatsmanagement, die Unterstützung von vRealize Operations einschließlich Dashboards, Monitoring, Reports und Alerts sowie die simultane Veröffentlichung von Inhalten in der gesamten vRealize Suite.

VMware NSX und Virtual Cloud Networking

Digitale Unternehmen benötigen heute eine neue Art von Netzwerk – ein Virtual Cloud Network – das Anwendungen, Daten und Nutzer unabhängig vom Standort und der zugrunde liegenden Cloud vernetzt und schützt. Das VMware NSX-Netzwerk- und Sicherheitsportfolio bietet konsistente, durchgängige Konnektivität und Sicherheit für Anwendungen und Daten in Software-definierter Rechenzentrums-, Filial-, Cloud- und Telekommunikationsumgebungen. Der Aufbau eines Virtual Cloud Network wird so mittels einer Software-basierten digitalen Betriebsstruktur ermöglicht, die offen, programmierbar und inhärent sicherer ist.

VMware hat jetzt die NSX-Multi-Cloud Networking- und Security-Funktionen auf weitere Clouds und Umgebungen ausgeweitet: Workloads, die in AWS, Azure, VMware Cloud on AWS und lokalen Software-definierten Rechenzentren ausgeführt werden sowie Linux-basierte und containerisierte Workloads auf Bare-Metal-Servern ohne Hypervisor werden nun ebenso unterstützt. Mit der neuen Unterstützung für NSX-T Data Center in vRealize Network Insight 3.9 können die Planung und Bereitstellung von Mikrosegmentierung beschleunigt, die Migration von Anwendungen geplant und betriebliche Ansichten für die Verwaltung, Skalierung und Einhaltung von VMware NSX-Implementierungen über beliebige Clouds hinweg erzeugt werden. Diese Lösung ist sowohl als On-Premises-Software als auch als SaaS-Angebot erhältlich, mit voller Funktionsparität über beide Versionen hinweg.

VMware Skyline

VMware kündigt außerdem neue Funktionen und eine erweiterte Verfügbarkeit für VMware Skyline an, die innovative proaktive Support-Technologie, die Kunden beim Betrieb von VMware-Umgebungen mit erhöhter Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung unterstützt. VMware Skyline wurde erstmals auf der VMworld 2017 vorgestellt und ist ab sofort weltweit für Kunden im Bereich Production Support und Premier Services ohne zusätzliche Kosten in englischer Sprache verfügbar. VMware Skyline unterstützt vSphere, NSX und jetzt auch vSAN mit weiteren Produkten, die in Zukunft hinzugefügt werden. 

Verfügbarkeit

VMware vSphere Platinum Edition, VMware vSphere 6.7 Update 1, VMware vSAN 6.7 Update 1, VMware vRealize Suite 2018, VMware vRealize Operations 7.0, VMware vRealize Automation 7.5 und vRealize Network Insight 3.9 werden voraussichtlich zum Ende des dritten Quartals des VMware-Geschäftsjahrs 2019 (2. November 2018) verfügbar sein.


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