2018-02-04 08:49:19

Tipps und Tricks für Nutzer der Public Cloud

Verwalten von in der Cloud vorgehaltenen Daten in AWS.

Die Migration von Unternehmensanwendungen auf AWS ist eine Aufgabe, vor der laut Actifio zahlreiche IT-Abteilungen stehen. Oft ist es dennoch so, dass selbst wenn dies auf den ersten Blick gelingt, nach kurzer Zeit verschiedene Fachabteilungen über Defizite klagen. Dies können beispielsweise DevOps-Teams sein, die nicht rechtzeitig Kopien ihrer Oracle-Datenbank zum Testen abrufen könnten. Eine andere Hürde können Probleme beim Disater Recovery oder auch Sicherheitsbedenken sein. So ist es häufig der Fall, dass sowohl Produktions- als auch DR-Datenkopien im selben AWS-Konto gespeichert sind. Die Verwendung eines einzigen Kontos stellt aber ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Daher fordern viele Sicherheitsverantwortliche, dass DR-Daten von der Produktion auf ein separates Konto verschoben werden sollten.

Zusätzlich kommt es häufig dazu, dass die Datenverwaltungskosten viel höher ausfallen als zunächst erwartet: Steigende Kosten für Testdatenverwaltung für DevOps, höhere Ausgaben für Disaster Recovery, Mehrkosten für Backups und langfristige Datenhaltung usw.

Actifio schließt daraus, dass sich viele Firmen zwar beeilen, möglichst schnell auf AWS zu migrieren und sich nicht genügend Zeit nehmen, um die Datenverwaltung in der Cloud zu überdenken. Daher schlägt Actifio vor, dass Unternehmen ihre Anforderungen an die Datenverwaltung in AWS schon im Vorfeld sehr gründlich überprüfen. 

Realistische Anforderungen an eine Lösung für Datenmanagement könnten wie folgt aussehen:

  1. Die Lösung muss die Self-Service-Datenbankbereitstellung für DevOps-Zwecke ermöglichen und sich hierzu auch in bestehende Produktionsumgebungen wie Oracle, MS SQL, Oracle EBS und SAP HANA integrieren lassen. Die Lösung soll die Speicherkosten in AWS reduzieren, denn EBS-Kosten sind 5- bis 10-mal teurer als S3-IAS-Kosten. Deshalb empfiehlt es sich, unterschiedliche Speicherebenen für unterschiedliche Tests zu verwenden.
  • EBS für Leistungstests
  • S3 IAS für Funktionstest
  1. Die Lösung muss die Möglichkeit unterstützen, Produktion und Backups in zwei verschiedenen AWS-Konten zu speichern. Dadurch wird sichergestellt, dass selbst dann, wenn es jemandem gelingt, sich in das Produktionskonto einzuhacken, er nicht sofort auf die Sicherungen zugreifen kann.Leider bieten EBS-Snapshots keine effektive Multi-Account-Strategie. Grund: Der EBS-Snapshot speichert Daten in S3 und das Verschieben von S3-Daten zwischen Konten erfordert eine vollständige Datenkopie, die erhebliche Speicher- und Bandbreitenkosten verursacht.
  1. Die Lösung muss es ermöglichen, Produktionsanwendungen in EC2 zu sichern, sie in eine entfernte AWS-Region zu replizieren und eine vollständige Wiederherstellung am entfernten Standort einschließlich des Betriebssystems, des Anwendungsstapels und der Daten durchzuführen.
  2. Die Lösung muss dem Compliance-Team ermöglichen, sofort auf Daten aus älteren Sicherungen zuzugreifen. Die Lösung sollte Objektspeicher nutzen, um eine langfristige Aufbewahrung zu ermöglichen und gleichzeitig die Speicherkosten zu minimieren.
  3. Die Lösung muss alle diese Fähigkeiten erfüllen und einfach zentral verwaltet werden können.

Actifio rät Unternehmen, die planen ihre Unternehmensanwendungen in eine öffentliche Cloud zu migrieren oder die bereits Unternehmensanwendungen in der Public Cloud hosten, alle Bedürfnisse innerhalb des Unternehmens in Betracht zu ziehen. Actifio empfiehlt eine Plattform zur Datenvirtualisierung um Best Practices umzusetzen und Anforderungen an das Datenmanagement in der Public Cloud zu erfüllen.

mat

Druckversion