2018-08-09 04:44:53

Social Media-Daten sollen staatlich reguliert werden

Venafi gibt die Ergebnisse einer Umfrage bekannt, für die 512 Sicherheitsexperten auf der RSA Conference 2018 befragt wurden. Die Umfrage erfasst Ansichten zu Cybersicherheit, Datenschutzbedrohungen und staatlicher Regulierung.

Der Umfrage zufolge sind 70 Prozent der Befragten der Meinung, dass Regierungen die Erhebung personenbezogener Daten durch Social Media-Netzwerke regulieren sollten, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Allerdings glauben 72 Prozent, dass ihre Regierungsbeamten kein gutes Verständnis für die Bedrohungen der digitalen Privatsphäre haben.

„Diese Ergebnisse sind beunruhigend“, sagt Kevin Bocek, Vice President of Security Strategy and Threat Intelligence bei Venafi. „Während Sicherheitsexperten übereinstimmen, dass Regierungsbeamte die Nuancen der sozialen Netzwerke und der digitalen Privatsphäre nicht verstehen, wenden sie sich dennoch an sie, um die Technologie zu regulieren, die unser tägliches Leben durchdringt.“

Darüber hinaus gaben 74 Prozent der Befragten an, dass Regierungsbeamte kein gutes Verständnis von der aktuellen Cyber-Bedrohungslandschaft haben. Trotz ihres mangelnden Vertrauens sind fast die Hälfte (45 Prozent) der Meinung, dass Regierungen in der Lage sein sollten, private Unternehmen zur Nutzung einer Verschlüsselung zu verpflichten.

Bocek fügt hinzu: „Es ist entmutigend, dass so viele Sicherheitsexperten denken, dass die Verschlüsselung mit Backdoors uns irgendwie sicherer macht. Es steht außer Frage, dass unsere globale Wirtschaft dadurch untergraben und die digitale Kommunikation viel anfälliger machen wird. Jede Backdoor wird extrem lukrativ sein, so dass Cyberkriminelle einen enormen Aufwand betreiben werden, um eine von ihnen zu stehlen. Und sobald eine Hintertür durchgesickert ist, steht sie den Meistbietenden im Darknet zur Verfügung.“

mat

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