2018-12-06 06:57:55

Neue Website für IT-Lehrberufe in Wien

Martin Puaschitz

Martin Puaschitz

Fachgruppe UBIT Wien will die Suche nach passender IT-Ausbildung erleichtern.

Seit Anfang September gibt es in Österreich drei neue IT-Lehrberufe, die jeweils auf einen anderen Schwerpunkt der Informationstechnik spezialisiert sind:  Auf Systemtechnik, Betriebstechnik sowie auf Applikationsentwicklung – Coding. Die Wiener Fachgruppe für Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) hat nun eine übersichtliche Website (www.it-lehre.wien) entwickelt, bei der sich Ausbildungswillige über die vielfältigen Karrierechancen im IT-Bereich informieren können.

„Wer jetzt in eine IT-Lehre einsteigt und sich mit Weiterbildungen am Laufenden hält, hat sehr gute Aufstiegschancen“, ist Mag. Martin Puaschitz, Fachgruppenobmann der Wiener Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT Wien) überzeugt. Ein nicht zu unterschätzender Faktor sei zudem, dass hochqualifizierte IT-Fachkräfte bei entsprechendem Einsatz oft mehr verdienen würden als in anderen Berufen. Die Fachgruppe UBIT möchte mit der neuen Website (www.it-lehre.wien) nicht nur möglichst viele Menschen auf die neuen Lehrberufe aufmerksam machen, sondern die Interessenten auch vor der falschen Berufswahl schützen. Ing. Michael Schober, Berufsgruppensprecher IT der Fachgruppe UBIT Wien, erklärt warum: „Vier Jahre Lehrzeit ist ein relativ langer Zeitraum, während dem man viele spannende Dinge lernt. Aber wer zum Beispiel den Lehrberuf Applikationsentwicklung – Coding ergreift, sollte wissen, dass mit der Entwicklung von Applikationen weniger die Apps auf den Handys von Privatanwendern gemeint sind, sondern vielmehr firmenspezifische Anwendungen, die der Automatisierung von Geschäftsprozessen dienen.“ 

Systemtechniker haben mehr Kundenkontakt als Betriebstechniker

Mag. Puaschitz wünscht sich auch mehr Frauen in IT-Lehrberufen: „Die Berufsfelder der IT sind bis dato noch stark von Männern dominiert. Dabei bieten viele Wiener IT-Lehrbetriebe Frauen aufgrund ihrer flexiblen Arbeitszeitmodelle ausgezeichnete Berufsaussichten.“ Zudem seien die Jobs relativ sicher, denn derzeit würden rund 3000 Fachkräfte fehlen und der Bedarf wachse weiter. Ing. Schober präzisiert die Unterschiede bei den Tätigkeiten: „IT-Fachkräfte in der Betriebstechnik arbeiten meist direkt am Betriebsstandort eines Unternehmens, während SystemtechnikerInnen als DienstleisterInnen oft außerhalb der eigenen Firma eingesetzt werden und daher – ebenso wie ApplikationsentwicklerInnen – vermehrt Kundenkontakt haben.“ Für kommunikative Menschen sei der Beruf des Systemtechnikers daher in der Regel die bessere Wahl.

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