2018-11-02 08:25:49

Marketing für die Generation Z erfordert einen ultra-persönlichen Ansatz

Die Unternehmen versuchen mit allen Tricks aus den Büchern der Marktstrategen (und auch einigen Tricks, die nicht in den Büchern stehen) die sogenannten Millennials zu überzeugen, bestimmte Dinge, Waren oder Dienste zu kaufen.

Das sind die logischen Perspektiven der Unternehmen, da die Millennials inzwischen in der Blüte ihrer Schuldenfähigkeit angekommen sind. Die Millennials arbeiten (verfügen inzwischen über genügend Geld) und haben inzwischen ihr Studentenverhalten abgelegt. Natürlich arbeiten die Millennials auch fleißig daran, Geld für die Ausbildung ihrer zukünftigen Kinder zu sparen und legen einiges Geld für ihren Ruhestand auf die hohe Kante.

Der Nachteil an der Gruppe der Millennials besteht darin, dass jeden Tag 10.000 von ihnen über die unsichtbare Linie ins Erwachsenenleben hinüberwechseln.

Inzwischen haben viele Millennials auch erkannt, dass es keinen schnellen Weg ins Paradies gibt und sie wahrscheinlich noch viele Jahre hart arbeiten müssen, um ihre Hypothek abzuzahlen und ihre Kinder noch lange nicht das Haus verlassen werden.

Die Millennials stehen jedoch nicht mehr im Fokus, sondern die Industrie sucht sich neue Zielgruppen, da die Teenager einfach über mehr Geld als ihre Eltern verfügen und es auch leichter und bereitwilliger ausgeben.

Natürlich können die Unternehmen ihre Marketingaktivitäten so gestalten, dass diese Kunden aus beiden Generationen ansprechen. Dies erfordert jedoch unterschiedliche Botschaften und unterschiedliche Marketingkanäle.

Die Menschen, die oft als Generation Z bezeichnet werden, wurden zwischen 1998-2010 geboren und verfügten als erste Generation über einen unbegrenzten Zugang zu den verfügbaren Technologien.

Viele Millennials verfügen seit der Grundschule über ein eigenes Smartphone - oder, wenn ihre Eltern sie in eine Warteschleife schickten - zumindest seit der Mittelstufe. Die Millennials kennen keine Welt ohne Hochgeschwindigkeits-Internet, Laptops, Touchscreens, WLAN, Social Media und den sofortigen Zugriff auf die neuesten ungefilterten Nachrichten.

Das ist wahrscheinlich der Grund, warum bestimmte Publikationen so erfolgreich sind. Sie liefern die Nachrichten, Rezensionen auf ansprechende Weise mit vielen Bildern, kurzen Sätzen und als kurze Nachrichtenkapseln. Sobald die Generation Z den Kern der Geschichte verstanden hat, wechseln die Millenials zu einem anderem Thema. Dank der ständigen Verbindung zur neuesten Technologie werden enorme Informationsmengen permanent konsumiert und deren Gehirne arbeiten ständig daran die Informationen zu filtern und zu verdauen.

Fast jeder Millenial kann nur schwer abschalten und muss ständig (egal, ob in einem Meeting, im Unterricht oder am Strand) in Verbindung mit seinen Geräten stehen. Einschlägige Untersuchungen haben ergeben, dass es weltweit für mehr als ein Drittel der Internetnutzer schwierig ist, sich von der Technologie zu trennen.

Für die Generation Z ist die Trennung von der Technologie jedoch am schwierigsten.

Die Generation Z überprüft seine Geräte (in der Regel das Smartphone) zum ersten Mal beim Aufstehen und dann den ganzen Tag über.... nur für den Fall, dass man etwas verpassen könnte.

Ältere Menschen finden es dagegen etwas einfacher, ihre Technologie abzuschalten, besonders wenn man dadurch für mehr Privatsphäre sorgt. Ein solches Verhalten ist bei jüngeren Menschen undenkbar. Eine Umfrage besagt, dass bei den 18- bis 24-Jährigen dies nur bei 15 Prozent der Befragten zutrifft. In Sachen „Privatsphäre und Sicherheit“ ähneln die Jugendlichen jedoch den älteren Generationen.... sie ändern selten die Passwörter und wenn sie sich dazu aufraffen, dann sind die Ergebnisse vorhersehbar. Die Passworte ähneln sich: Aus 123456 wird 654321, aus A,B,C,D,E,F wird F,E,D,C,B,A.

Will man die Generation Z erreichen, dann muss man an deren Versammlungsplätzen vertreten sein! Die Millenials gehören zu der "YouTube-Generation" und sie sind sehr visuell ausgerichtet. Aus diesem Grund müssen sich die Marketingspezialisten über die Auswahlprozesse der Generation Z Gedanken machen. Das Ergebnis dieser Studien sollte an die Generation Z gespiegelt werden… nur so erreicht man die Zielgruppe. Durch die massiven Beschallung mit Informationen (und Werbung) ist es für die Werbetreibende inzwischen unheimlich schwer, eine Beziehung zwischen dem Verbraucher und der beworbenen Marke herzustellen und diese langfristig auch zu pflegen.

In einer mobilen, visuell reichen, sozialen und digitalen Welt erwartet die Generation Z ein Maximum an Flexibilität, Authentizität und Konsistenz jeder Interaktion mit der bevorzugten Marke.

Da so viel in den Welten der Generation Z passiert, ist Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung. Nach Angaben des National Center of Biotechnology Information beträgt heute die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne einer Person acht Sekunden. Vor 20 Jahren betrug diese Zeitspanne noch 12 Sekunden. Selbst ein ordinärer Goldfische hat heute eine längere Aufmerksamkeitsspanne.

Die Herausforderung für die Vermarkter besteht darin, die Aufmerksamkeit der der Online-Nutzer schnell zu erregen, ihre Botschaft zu vermitteln und den Zuschauern schnell einen Grund zu geben, etwas zu kaufen oder zumindest eine Weile am Online-Ort zu verweilen. Bei einem Jugendlichen ist ist eine Sekunde ein extrem langer Zeitraum und diesen kann dieser nicht entbehren. Digitale Natives haben höhere Erwartungen an die Inhalte, die sie schnell konsumieren. Sie erwarten, dass dies auch bei den Marken zutrifft, die diese betrachten und erwerben wollen.

Laut dem Bericht von Monotype ist der Hauptgrund für das Wechseln einer Marke oder eines Produkts ein schlechter erster Eindruck. Danach folgt erst eine schlechte Erfahrung mit dem betreffenden Produkt (insbesondere bei Service und Support).

Die Generation Z versteht und schätzt Konstanz und sucht nach ständig wiederkehrenden Botschaften. Aus diesem Grund sind auch zufriedene Kunden die besten Werbeträger bzw. die erfolgreichen Influencer.

Eine marketingseitige Anmerkung: Die Influencer sollten als die erfahrensten Berater eines Produkts bzw. eines Unternehmens behandelt werden. Das Publikum die Konsistenz verstehen und schätzen.

Die üblichen Marketing-Phrasen und die statischen Bilder funktionieren nicht mehr. Die Generation Z verlangt nach Bildern und Botschaften, denen sie einen Wert beimessen können.

Darüber hinaus müssen die Unternehmen nach Möglichkeiten suchen, die Influencer zu identifizieren und mit ihnen gezielt zusammenzuarbeiten. Diese kennen ihre Peers und sind in der Ära von Snapchat, Instagram und konstanter Konnektivität aufgewachsen.

Natürlich werden dadurch die traditionelle Werbekampagnen nicht ersetzt. Das Marketing muss sich darauf konzentrieren, den Horizont und die Möglichkeiten durch die Verwendung von User Generated Content (UGC) zu erweitern.

Die Konsumenten jeden Alters wollen echte Menschen sehen und echte Bewertungen lesen, bevor sie bereit sind, sich zu engagieren, und das gilt insbesondere für Teenager.

Laut einer Umfrage von eMarketer sagen 68 Prozent der Generation Z und 53 Prozent der älteren Konsumenten aus, dass sie sich eher für ein Produkt interessieren, wenn dies von einem echten Kunden vorgestellt wurde.

Ein fokussierter Marketingansatz ist nicht nur kostengünstig, sondern trägt auch dazu bei, dass ein Unternehmen ein Team von Markenbotschaftern aufbaut. Zusammen mit den Markenbotschaftern müssen gemeinsam Markeninhalte festgelegt werden, die das Unternehmen auch über Chatbots verbreitet. Der mobile Messaging-Bereich eignet sich perfekt für eine hyperpersönliche Reichweite der Marketingbotschaften.

Laut eMarketer nutzen (oder wollen zukünftig nutzen) etwa 90 Prozent der Verbraucher das Messaging bereits für eine Kommunikation mit ihren Lieblingsmarken.

Darüber hinaus gibt ebenso effektive Möglichkeiten für Unternehmen, ihre Geschichten zu erzählen und Teenager (und alle Altersgruppen) zu begeistern. Diese neue Methode wird gerade bei Smartphone-Nutzern erfolgreich eingesetzt.

News Driver ist eines der neuen Marketing-/PR-Tools, das es Unternehmen ermöglicht, als erste mobile Messages an einen sorgfältig ausgewählten Social-Media-Markt zu liefern. Im Gegensatz zu den etablierten Pressediensten ermöglicht es Unternehmen, eine Botschaft zu entwickeln, die den Bedürfnissen von Nutzern mobiler Geräte entspricht: informativ, unterhaltsam und zielgerichtet. Die Werbebotschaften können so angepasst werden, dass diese für praktisch jedes Produkt, jede Zielgruppe geeignet ist. Darüber hinaus kann damit die Werbebotschaft genau auf die spezifische Bereitstellung von Social Media ausgerichtet werden.

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