2018-03-12 08:01:31

IT von Victorinox auf Wachstumskurs

Die Victorinox AG blickt auf eine über 130-jährige Firmengeschichte zurück. Heute beschäftigt das global tätige Unternehmen 2100 Mitarbeiter weltweit, davon 1250 in der Schweiz und davon 950 am Hauptsitz in Ibach-Schwyz.

Das unabhängige Familienunternehmen Victorinox AG ist in fünf Produktkategorien tätig: Taschenmesser, Küchenmesser, Uhren, Reisegepäck und Parfums. Die Produkte von Victorinox garantieren höchste Standards in allen Belangen. Victorinox ist auch bekannt für seine nachhaltige Firmenkultur und sein vorbildliches Umweltengagement.

Das ERP-System spielt in der IT-Umgebung von Victorinox die wichtigste Rolle, etwa 80 Prozent der Benutzer sind damit beschäftigt. Da mit geschäftskritischen Daten gearbeitet wird, werden maximale Verfügbarkeit sowie Performance und Agilität benötigt. Gerade in Sachen Performance kam es jedoch in der Vergangenheit zunehmend zu Problemen. Die Reaktionszeiten der Applikationen, aber auch der IT generell, erwiesen sich als zu langsam und die Arbeit der Benutzer wurde durch die Wartezeiten behindert. 

Gleichzeitig war das Unternehmen damit beschäftigt, das Wachstum zu steuern, da sich Produktion und Vertrieb vergrößert haben. In etwa zehn Jahren seit 2007 hat sich das Transaktionsvolumen verdreifacht, da mehr Länder und entsprechend mehr Benutzer eingebunden werden mussten. Das ERP-System musste mehr Leistung bringen, stieß aber aufgrund der eingeschränkten Storage-Kapazitäten und -Performance an seine Grenzen. 

Da softwareseitig keine Optimierung mehr möglich war, investierte Victorinox umfassend in den Ausbau der Hardwarelandschaft. 2009 erfolgte zudem der Umstieg von AS400 auf Windows Server. Alle drei Jahre war eine neue Storage-Kapazitätsstufe angesagt. Zwischenzeitlich hatte Victorinox umgestellt auf ein 100-prozentig virtualisiertes System, basierend auf Microsoft Hyper-V und der V8 Engine. 

2016 stand die größte Umgestaltung des Storage-Systems an. Das bisherige Hybridsystem sollte abgelöst werden durch eine effiziente, zeitgemäße Lösung basierend auf All-Flash-Arrays. „Wir hatten zuvor bereits ein Flash-Intermezzo, da wir für ein Jahr lang nur für die ERP-Datenbank auf Flash-Storage-Kapazität zurückgriffen, um den Leistungshunger des ERP-Systems zu stillen. Dies war jedoch nur eine Übergangslösung mit einem No-name-Produkt. Für die definitive Umstellung auf All-Flash-Storage im großen Stil wollten wir ein größeres Unternehmen im Hintergrund haben“, erklärt Peter Detterbeck, Victorinox Head of Global IT Services.

Die Projektverantwortlichen von Victorinox konsultierten externe Sachverständige, die herstellerunabhängig arbeiten, und initiierten mit Begleitung durch die Experten eine Evaluierung in Frage kommender Lösungen. Von anfangs neun Angeboten verschiedener Anbieter kristallisierte sich eine engere Wahl von drei Angeboten heraus. Pure Storage konnte letztlich die Evaluierung für sich entscheiden, trotz des – auf den ersten Blick – teuersten Angebots. 

„Die von uns herangezogenen Experten haben zu Ende gerechnet und kamen zu dem Ergebnis, dass die Lösung von Pure Storage die kostengünstigste ist über einen Lebenszyklus von fünf Jahren: Sie erforderte keine zusätzliche Software und war von unseren eigenen Leuten administrierbar. Hinzu kam ein weiterer strategischer Vorteil für das anstehende wichtige IT-Projekt: Wir kannten bereits Keynet, den sehr erfahrenen Implementierungspartner von Pure Storage, sodass wir hier keine neuen Beziehungen aufbauen mussten“, erläutert Peter Detterbeck. 

Die Zusammenarbeit mit den beiden externen Parteien – Pure Storage und Keynet – erwies sich als sehr gut und effizient. Die Projektverantwortlichen bei Victorinox zeigten sich zudem von der Einfachheit der Lösung überzeugt. „Wir hätten nicht geglaubt, dass das System so schnell installiert und implementiert werden kann“, so Detterbeck. 

Auch der Support seitens Pure Storage erwies sich von Anfang an als sehr gut. „Wir konnten gleich zu Beginn der Zusammenarbeit mit den Experten von Pure Storage sprechen und mussten nicht alles mehrfach erklären. Nach der Beratung haben wir schnell gemerkt, was wir genau brauchen und was nicht. So haben wir das richtige System für unsere Geschäftsbedürfnisse bekommen. Das vorherige System hingegen wurde den Anforderungen nicht gerecht“, sagt Peter Detterbeck. 

Das seit September 2016 eingesetzte All-Flash-System umfasst zwei FlashArray//m20 mit je 2 x 20 TB Raw-Kapazität. Dank Deduplizierung und Komprimierung können darauf 2 x 70 Terabyte Daten abgelegt werden, bei einer Datenreduzierung von 3,2 zu 1. Dies erfolgt ohne negativen Effekt auf die Performance – eher im Gegenteil. Das Storage-System ist angegliedert an eine homogene Microsoft-Umgebung, einschließlich Servern und SQL-Datenbank. 

„Unser Ziel ist es, ein schlankes IT-System zu betreiben: Die IT soll einfach laufen, ohne Schnickschnack. Gleiches gilt für Pure Storage. Das ist die Einfachheit, die wir so lieben“, so Detterbeck“ 

Durch das neue Storage-System hat sich die Reaktionsgeschwindigkeit beim Zugriff auf Daten und Anwendungen um 20 Prozent beschleunigt, die Benutzer werden nicht mehr ausgebremst. Im Ticketing-System kommen diesbezüglich praktisch keine Beschwerden mehr an. Die IT-Abteilung spürt die Beschleunigung auch dann, wenn die virtualisierte Umgebung gewartet und gebootet werden muss. Hierbei wurde eine signifikante Beschleunigung verzeichnet. Die Arbeitszeit am Sonntag, an dem die Wartung vorgenommen wird, hat sich dadurch verkürzt. 

Pure Storage und Keynet haben die zeitlichen Vorgaben bei der Implementierung des Projekts eingehalten. Die IT-Verantwortlichen bei Victorinox sehen ihre Erwartungen voll erfüllt, wie Peter Detterbeck, Victorinox Head of Global IT Services, bestätigt: „Wir sind ein sehr zufriedener Kunde. Vor allem die Innovationskraft hat uns überzeugt. Pure Storage steht im Gartner-Quadranten rechts oben – als Marktführer – und arbeitet zudem ohne Altlasten. Es gibt also keinen Mix aus alten und neuen Systemen. Andere Anbieter müssen alte Systeme kompatibel halten.“ 

Die Kostenersparnis dank der Umstellung auf die All-Flash-Lösung lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beziffern. Durch das Evergreen-Betriebsmodell muss einmal gekaufte Kapazität bei den zukünftigen Generationswechseln aber nicht mehr nachgekauft werden. Im Rahmen einer simplen Wartungsverlängerung wird Pure Storage in drei Jahren neue Hardware liefern. Somit ist die Initialinvestition in einem sehr hohen Grad geschützt und der Wechsel von einem CapEx- zu einem OpEx-Modell vollzogen. Die mittelfristig angestrebten Ersparnisse werden spätestens dann greifen. 

Victorinox will sein All-Flash-System sogar bald erneut aufstocken. Da das Unternehmen weiterwächst, zeigt sich schon jetzt, dass in absehbarer Zeit ein Ausbau der Storage- Kapazitäten nötig sein wird. So werden weltweit neue Standorte hinzukommen, die an den Stammsitz angebunden werden müssen.

mat

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