2018-09-09 18:43:49

ICO von Grapevine World startet

Martin Tiani

Martin Tiani

Grapevine World, der internationale IT-Dienstleister mit Sitz in Wien, startete den ICO (Initial Coin Offering), bei dem Tokens für das gleichnamige digitale Ökosystem ausgegeben werden.

Die innovative, dezentralisierte Plattform für den Datenaustausch im Gesundheitswesen Initial Coin Offering basiert auf der Blockchain-Technologie und soll den globalen, standardisierten und sicheren Datenaustausch im Gesundheitswesen vorantreiben. Eine Voranmeldung („Whitelisting“) für den Erwerb der Grapevine Tokens ist auf der ICO-Website möglich. Der Preis pro Token beträgt 0,10 US-Dollar. „Mit dem ICO setzen wir nun den nächsten wichtigen Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Wir sind davon überzeugt, dass Grapevine die gesamte Gesundheitsbranche revolutionieren kann und allen Beteiligten – von Patienten über Ärzte bis zur medizinischen Forschung – unschätzbare Vorteile bringen wird“, freut sich Martin Tiani, Gründer der Grapevine-Initiative.

Rascher und sicherer Zugriff auf medizinische Daten

Grapevine World ermöglicht Patienten raschen Zugriff auf ihre medizinischen Daten ─ unabhängig davon, wo diese weltweit erstellt und erfasst wurden. Sie können diese an Ärzte weiterleiten, um unnötigen Mehrfachbehandlungen, wie zum Beispiel doppelten Röntgenuntersuchungen, vorzubeugen. Das Einholen mehrerer, auch internationaler, Expertenmeinungen wird ebenso per Klick am Smartphone möglich und somit drastisch vereinfacht. Darüber hinaus können Patienten ihre – anonymisierten – Daten für die medizinische Forschung freigeben. Eine Datenweitergabe erfolgt in jedem einzelnen Fall nur nach Zustimmung der jeweiligen Person.

Dienstleistungen und Produkte für Grapevine Tokens

Jeder Teilnehmer kann ab Fertigstellung des Systems seine Grapevine Tokens gegen Dienstleistungen wie medizinische Beratung und ärztliche Betreuung sowie gegen Produkte wie etwa Fitness-Apps eintauschen. Tokens sind nicht nur im Rahmen des ICO erhältlich, sondern werden an Teilnehmer auch für jeden Zugriff auf ihre für die Forschung freigegebenen Daten vergeben.

Vorteile für alle Beteiligten

Von Grapevine World profitieren nicht nur Patienten, sondern alle Stakeholder im Gesundheitssystem. So haben beispielsweise Universitäten, Medizinproduktehersteller und Gesundheitsdienstleister die Möglichkeit, relevante Daten – stets nur nach vorheriger Freigabe durch die betroffene Person – ohne großen Aufwand einzuholen.

Neue Technologien intelligent genutzt

Grapevine realisiert dies mit innovativen Technologien und höchster Sicherheit: Durch die Blockchain und die Grapevine Tokens werden Prozesse automatisiert und die Nachvollziehbarkeit aller Transaktionen gesichert. Patientendaten werden niemals in der Blockchain gespeichert, sondern bleiben beim Gesundheitsdienstleister – also dort, wo sie auch heute dezentral gespeichert sind. Das Projekt basiert auf der Methodik der IHE (Integrating the Healthcare Enterprise), der führenden Initiative für standardisierten

Datenaustausch im Gesundheitswesen. Diese stellt bereits seit knapp 20 Jahren auf nationaler Ebene genutzte Standards bereit, die unter anderem in der österreichweiten Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) verwendet werden. Grapevine und die IHE-Methodik ermöglichen unterschiedlichen Systemen und den Teilnehmern im Ökosystem Freigaben und Zugriffe auf sicherste Art und Weise.

Die Grapevine-Technologie wurde bereits von der Europäischen Kommission empfohlen und der „GVINE“ Crypto-Token von der österreichischen Finanzmarktaufsicht approbiert. Die Initiative arbeitet mit einem Beraterteam aus international renommierten Experten aus den Bereichen Technologie, Datenschutz und Gesundheit zusammen.

Der derzeitige Fokus von Grapevine liegt auf dem Datenaustausch im Gesundheitsbereich, in Zukunft soll es aber auch Adaptionen für andere Branchen wie etwa den Energiesektor, Bildung, Automotive oder das Finanz- und Versicherungswesen geben.

mat

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