2018-04-20 08:41:10

I: Kostenlose Tools, die jedes Netzwerk braucht

Mathias Hein

Mathias Hein

Gehört es zu Ihrem Job, die Computer-Netzwerke zu warten und herauszufinden, wie man digitale Dinge effektiver und effizienter macht, dann haben Sie sicher alle Hände voll zu tun. Denn nicht nur Ihr Arbeitsumfeld entwickelt sich unglaublich schnell, sondern es wird auch immer komplexer. Aus diesem Grund müssen Sie Ihre Werkzeuge ständig aktualisieren und/oder ersetzen. Wir helfen Ihnen bei der Suche nach den richtigen Werkzeugen (Teil 1)

Damit Sie mit den aktuellen Herausforderungen Schritt halten zu können, haben wir wieder eine Liste an nützlichen Tools zusammengestellt.

TeemIP: Einfaches IP-Adressmanagement

Wenn Netzwerke größer werden, werden diese automatisch immer komplexer. Ohne die richtigen Werkzeuge entgleitet den Administratoren meist die Kontrolle über die Netzwerke. Die richtigen Werkzeuge tragen dazu bei, die Netzwerke richtig zu planen und helfen dabei zu verfolgen, was und vor allem wo konfiguriert wurde. Viel zu viele Unternehmen versuchen diese Aufgabe mit Hilfe von einfachen Excel-Tabellen zu erledigen. Dieser Lösungsansatz endet meist in einem undurchsichtigen und nicht skalierbaren Haufen von Papier. Wir haben für diese Aufgabe einen besseren Weg gefunden.

TeemIP von Combodo (www.combodo.com) bietet wichtigen Gründe für eine bessere Lösung:

  • Das Werkzeug skaliert,

  • es bietet eine konsistente und umfassende Dokumentation Ihrer Netzwerk-IP-Ressourcen und

  • es ist kostenlos.

TeemIP ist ein Change-Management-Datenbanksystem, das die IP-Adressverwaltung mit einem Problemticketsystem kombiniert, so dass IP-Adressen und Netzkomponenten mit den jeweiligen Standorten, Abteilungen, Benutzern und Rollen kombiniert und aufgetretene Problemen und Änderungen dokumentiert.

TeemIP ist eine Web-basierte Anwendung, die auf so ziemlich jedem AMP-Stack (beispielsweise Apache/IIS/nginx mit MySQL 5.5.3+ und PHP 5.3.6+) unter Windows, Linux, macOS und Solaris (und mit allen anderen wichtigsten Browsern) arbeitet. Das Werkzeug bietet eine IPv4- und IPv6-Adressregistrierung, Subnetz- und Bereichsplanung und es bietet Funktionen zur Kapazitätsplanung und -verwaltung.

Sie können mit Hilfe dieses Tools die IP-Adressen zuweisen und reservierte Bereiche für Geräte wie Drucker und DHCP-Dienste definieren, Subnetze und Subnetzblöcke nach Bedarf aufteilen, verkleinern und erweitern sowie Berichte erstellen und Audits ausführen. Es gibt auch die Möglichkeit, externe Datenquellen zu integrieren. Es lassen sich beispielsweise die Gerätekennungen, und CSV-Dateien importieren. Verlassen Sie sich auf die klassische Tabellenkalkulation, können Sie bestehende Daten optimal nutzen und Sie können diese auch mit Hilfe eines Object Query Languages in CSV-, HTML- und XML-Formate exportieren.

Ein Feature, das TeemIP einen großen Unterschied gegenüber anderen Tools darstellt, ist im integrierten Problem- und Änderungs-Ticketsystem begründet. Sie können Ticketing-Benutzer als Administratoren, Konfigurationsmanager, Dokumentautoren, Helpdesk-Agenten oder Hostmaster definieren. Die Authentifizierung kann lokal, über LDAP oder extern (beispielsweise von Active Directory oder OAuth) erfolgen.

TeemIP steht als kostenloses Open Source Tool in zwei Versionen zur Verfügung:

  • als eigenständige Version oder
  • als Erweiterung von Combodos ITop, einer IT Services Managementlösung, die wiederum eine FOSS Community Edition sowie drei Premium Editionen mit zusätzlichen Funktionen bietet.

Fazit

TeemIP ist eine leistungsstarke IP-Adress-Management-Lösung und der Hersteller ist rollt regelmäßig neue Versionen mit neuen Funktionen aus. TeemIP sollte definitiv zu einer zentralen Komponente Ihrer Netzwerkmanagementstrategie werden.

Node-RED: Verdrahtete Knoten lösen

Internet of Things-Projekte sind all das, was die Kids heutzutage cool finden. Eines ihrer Lieblingswerkzeuge heißt Node-RED (www.nodered.org) und ist ein Flow-basiertes Programmiersystem, welches von IBM entwickelt wurde. Das Projekt basiert auf dem Node.js-JavaScript und Node-RED arbeitet mit allen Node.js unterstützten Betriebssystem (Windows, Linux, macOS, SunOS und AIX). Das Tool arbeitet sogar auf Single-Board-Computern (Raspberry Pi und Beaglebone) und bietet die volle Unterstützung aller On-Board-Ein-/Ausgabegeräte. Inzwischen wurde Node-RED in das Raspbian-Betriebssystem des Raspberry Pi integriert. Es gibt dieses Tool auch als Docker-Image und mehrere Cloud-Dienste (IBM Bluemix, SenseTecnic FRED, Amazon Web Services und Microsoft Azure) bieten gehostete Node-RED-Instanzen an.

Node-RED ist vollständig Browser-basiert, und es basiert auf der Idee der mit einander verdrahteten Knoten. Zur Erstellung des folgenden einfachen Beispiels hat der Autor nur eine Minute gebraucht

Node-RED-Flow: Eine Browseranfrage wird bearbeitet und anschließend Inhalte von einem Webdienst zurückzugeben.

Der erste Knoten stellt die HTTP-Anfragen an den Endpunkt Lights auf Basis des  URLs des RED-Servers. Der zweite Knoten, der durch eine Nachricht vom ersten Knoten aktiviert wird, stellt anschließend eine HTTP-Anfrage an die Philips Hue-Bridge in meinem Netzwerk.

Die Antwort basiert auf einer JSON-Struktur, die den Status der Hue-Lampen in meinem Haus meldet. Diese Antwort wird anschließend an den dritten Knoten gesendet und als Antwort auf die ursprüngliche Anfrage genutzt. Hierbei wird der Content-Type-Header auf den Wert application/json gesetzt. Ich nutze den Chrome JSON Viewer.

Node-RED wird mit vielen integrierten Knoten ausgeliefert, die allgemeine Ein- und Ausgaben, Verbindungen zu Social Media und zusätzliche Hilfsfunktionen abdecken. Die Node-RED-Site verfügt über eine Bibliothek von 1.360 Knoten und 817 Flows. Node-RED verfügt auch über ein Dashboard, mit dem Sie Benutzeroberflächen mit Diagrammen, Schiebereglern, Schaltern, Schaltflächen usw. erstellen können.

Fazit

Node-RED ist ein Werkzeug, das Sie unbedingt in Ihrem Werkzeugkasten haben sollten. Seine Funktionalität und Vielseitigkeit machen es unverzichtbar für schnelle Lösungen für eine Vielzahl von Problemen.

Im zweiten Teil dieses Artikels besprechen wir die Werkzeuge ProcessMaker (ein Workflow-Tool) und Atom (Ein Editor für alle IT-Aufgaben

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