2018-12-07 06:40:25

Firmenkunden kommen fast ausschließlich über Fachhandel und Systemhäuser

Gerlinde Wolf

Gerlinde Wolf

Mehr SSDs und Speicherkarten als Festplatten, mehr Handywasserschäden, mehr emotional wertvolle Daten und die überragende Bedeutung des IT-Channels als erster Ansprechpartner – dies sind für CBL Datenrettung im Rückblick auf 2018 die Trends in der Datenrettung.

Für das Unternehmen selbst, das gerade sein 25jähriges Bestehen feiern konnte, war zudem die erweiterte Unterstützung von Forensikgutachtern eine wichtige Entwicklung. Außerdem konnten die Methoden zur Rekonstruktion zerstörter virtualisierter Systeme verbessert werden. „Firmenkunden mühen sich offensichtlich nicht damit ab, unter all den zweifelhaften Angeboten im Internet nach einem seriösen Datenretter zu suchen – sie lassen sich lieber von ihren IT-Dienstleistern einen Datenretter empfehlen. Fast alle Firmenkunden werden uns durch Händler und Systemhäuser vermittelt“, berichtet Gerlinde Wolf, Channelmanagerin bei CBL Datenrettung. „Für IT-Häuser heißt das: Sucht Euch einen Partner für Datenrettung, denn früher oder später werden Euch Eure Kunden danach fragen.“

RAIDs, iPhones und viele Fotos

Festplattendatenrettung im Reinraum macht nach wie vor einen großen Anteil der Arbeit bei CBL aus. Die Datenträger stammen vor allem aus Notebooks und externen Festplatten aber auch aus fehlerhaften RAID-Arrays. Flashspeicher – also SSDs, Speicherkarten und aufgelötete Speicherchips – machen mittlerweile die Mehrzahl der Projekte aus. Dazu trägt auch die riesige Nachfrage nach Smartphone-Datenrettung bei. Bei den iPhones gab es bei CBL gegenüber 2017 eine Anstieg um fast 50 Prozent. Insgesamt war auffällig, dass 80 Prozent der Smartphone-Datenverluste ihre Ursache in einem Wasserschaden hatten.

Ein Trend der vergangenen Jahre setzte sich auch 2018 fort: Fotos von Familie und Freunden sind immer häufiger die verlorenen Daten, die Privatkunden dazu bewegen, eine Datenrettung in Auftrag zu geben. Dass die Diagnose kostenlos ist und man auch nur nach einer erfolgreichen Datenrettung eine Rechnung von CBL bekommt, gibt gerade Privatkunden Sicherheit in der emotional belastenden Situation eines Datenverlusts.

Virtuelle Maschinen

Bei den Datenträgern aus Servern nahm die Zahl der virtualisierten Systeme weiter zu. Hier ist ähnlich wie bei der RAID-Datenrettung besonderes Know-how gefragt, um aus verteilten Datenfragmenten nutzbare Dateien zusammenzusetzten. CBL Datenrettung konnte ihr proprietäres Verfahren zur Behandlung virtualisierter Systeme dieses Jahr optimieren und die Datenrettung in diesen Fällen deutlich beschleunigen.

Chip-Off-Service für die Forensik

Als führender Datenretter im Bereich Smartphone bietet CBL seit 2018 kriminaltechnischen Labors an, die schwierige technische Vorarbeit zur Auswertung von Daten auf Mobilgeräten zu übernehmen, auf denen im Zusammenhang mit Ermittlungen beweiskräftige Informationen vermutet werden. Bisher war CBL überwiegend direkt von Ermittlungsbehörden mit forensischer Datenrettung von Festplatten und anderen Datenträgern beauftragt worden. „Ein Hinweis für Unternehmen, die mit uns kooperieren wollen: Wir sind nach ISO 9001:2015 zertifiziert. Das können nur wenige Datenretter vorweisen“, so Gerlinde Wolf.

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