2018-12-05 08:04:22

Black Friday, Cyber Monday & Co. - Big Money dank Big Data?

Den Black Friday 2018 hat der deutsche Einzelhandel erfolgreich hinter sich gebracht – nun lockt die Cyber Monday Week die Verbraucher.

Der Umsatz im eCommerce wird dieser Tage erneut angeheizt. Spektakuläres Beispiel ist die Bilanz des diesjährigen „Singles Day“, mit dem der chinesische Handelsriese Alibaba am 11. November bereits zum zehnten Mal Rekorde brach. Beim alljährlichen Shoppingevent erzielte die E-Commerce-Plattform einen Umsatz in Höhe von 30,8 Milliarden US-Dollar binnen 24 Stunden. Dies entspricht einem Anstieg von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders beachtlich: Der „Singles Day“-Umsatz knackte die 1-Milliarden-Dollar-Marke innerhalb von 85 Sekunden nach Beginn des Shoppingspektakels. „Wenn im eCommerce die Kassen klingeln, dann fließen nicht nur Euros und Dollars sondern auch Bits und Bytes. Mega-Events wie der Singles-Day haben mittlerweile Ausmaße angenommen, die mit konventionellen Systemen der Datenverarbeitung kaum noch zu bewältigen sind“, erklärt Dr. Stephan Ewen, Co-Founder und CTO bei data Artisans. „Angesichts von Millionen von Kunden, die gleichzeitig auf die Plattform zugreifen, wurde Alibaba mit unvorstellbaren Datenmengen konfrontiert. Außerdem musste der eCommerce-Gigant mehrere Anforderungen parallel bedienen: von den Mega-Media-Displays bis hin zu Echtzeit-Business-Intelligence für Händler.“

Wie kann eine IT-Infrastruktur dieser Größenordnung selbst bei solchen Ausnahmesituationen störungsfrei funktionieren und somit Rekordumsätze ermöglichen? Ein Teil der Antwort heißt Event Streaming, die Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen in nahezu Echtzeit. Das Berliner Softwareunternehmen data Artisans treibt die Entwicklung dieser Technologie maßgeblich voran.

„2017 hat sich Alibaba für die Open Source Data Streaming-Technologie „Apache Flink“ als Kernstück seiner Datenpipeline-Architektur entschieden, wodurch die Stream-Verarbeitungsfähigkeiten im Schnitt um das Fünffache erhöht werden konnten. Auf Apache Flink laufen seitdem verschiedene Anwendungen für die komplette Produktpalette des Unternehmens“, berichtet Stephan Ewen.

Das gesamte „Singles Day“-Shopping-Event, einschließlich der Echtzeit-Dashboards mit Aggregationsergebnissen hinter den Media-Displays, und der Such- und Empfehlungsmaschine, wurde dabei entsprechend den Aktivitäten der Käufer optimiert. Mit seiner Stream-Processing-Plattform kann Alibaba alle Daten innerhalb von Millisekunden nach der Generierung berechnen. Dadurch gelingt es, eine überlegene Benutzererfahrung zu erzielen sowie wertvolle Geschäftseinblicke abzuleiten und umgehend an mehrere Kanäle zu übertragen. 

„Alibaba hat Blink, seine eigene Variante von Apache Flink, als Core-Stream-Framework des Unternehmens entwickelt. Dieses verarbeitet kontinuierlich produzierte inkrementelle Daten, um Echtzeitprozesse, datengesteuerte Anwendungen und die Datenbedürfnisse mehrerer Interessengruppen zu unterstützen“, erläutert Stephan Ewen. „Alibaba nutzt diesen Ansatz um eine einheitliche Engine für Streaming-, Batch- und KI-Workloads zur gleichen Zeit, bereitzustellen.“

Der Erfolg von Alibaba am Singles Day 2018 ist nur eines der zahlreichen Beispiele für Unternehmen, die in Event Stream Processing investieren und Apache Flink als Framework der Wahl für die Datenverarbeitung in Echtzeit einsetzen.

„Die Stream Processing-Technologie hat einen enormen Zulauf in den letzten Jahren erlebt. Die gilt nicht nur für den Bereiche eCommerce sondern für praktisch alle Anwendungsbereiche, in denen Big Data in superkurzer Zeit verarbeitet werden muss“, fasst der CTO von data Artisans abschließend zusammen. „Weitere Trends wie maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz werden den Bedarf an dieser Technologie noch weiter steigern.“

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